Pressemitteilung

Dresden, 12.02.2012

Neue Ausstellung im Kraszewski-Museum eröffnet – Stadt muss Fortbestand des Museums durch Finanzierung sichern

 

Am gestrigen Nachmittag wurde im Kraszewski-Museum in der Dresdner Nordstraße die neue Ausstellung „Polen aus freier Wahl“ („Polacy z wyboru“) eröffnet. Zu den zahlreichen Gästen der Vernissage zählten die Direktorin der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, Frau Małgorzata Ławrowska, Botschaftsrätin Magdalena Erdmann sowie der Kurator der Ausstellung, Herr Tomasz Markiewicz.

Auf 39 Schautafeln gibt die Ausstellung Einblicke in Leben und Wirken von 22 deutschstämmigen Familien, die sich im 19. und 20. Jahrhundert in Warschau niedergelassen haben. Sie und andere haben mit ihrem Schaffen die Entwicklung und das Bild der Stadt Warschau nachhaltig geprägt. Die Ausstellung wurde 2010 in Warschau und 2011 in Berlin gezeigt.

Für die Umsetzung des neuen Ausstellungskonzeptes des Kraszewski-Museums werden nach Einschätzung von Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden, finanzielle Mittel in Höhe von ca. 70 TEUR benötigt. Die Hälfte dieses Betrages sei durch den Freistaat Sachsen zugesagt worden. Bedingung hierfür sei aber, dass sich die Landeshauptstadt Dresden zur Finanzierung des anderen Teils positioniert.

„Die polnische Seite hat ihren Willen zur Fortsetzung der Kooperation
i. S. Kraszewski-Museum mit der unkomplizierten und schnellen Bereitstellung dieser Ausstellung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und auch die Anwesenheit von Botschaftsrätin Magdalena Erdmann hat gezeigt, welche Bedeutung das Kraszewski-Museum zukünftig haben soll.“, so Mario Schmidt, Vizepräsident der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen (DPG). Die Stadt Dresden ist nun aufgefordert, die notwendigen Mittel zur Umsetzung des neuen Ausstellungskonzeptes bereitzustellen, auch wenn diese nicht im Haushalt eingestellt sind. „Dies wäre – nachdem offizielle Vertreter der Stadt der Ausstellungseröffnung ferngeblieben sind – ein klares und eindeutiges Bekenntnis zum Kraszewski-Museum als einem Zentrum deutsch-polnischer Begegnung in Dresden.“, so Schmidt abschließend.

 

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